Suchthilfe
Angst- und Panikstörungen
Einleitung
Angst ist ein Gefühl, das wohl jedem Menschen bekannt ist. Es ist aber trotzdem sehr
schwer, den Begriff der Angst allgemeingültig zu definieren. Grundsätzlich kann sie wohl
als ein unangenehm empfundenes Gefühl von Bedrohung beschrieben werden. In diesem Rahmen
hat Angst durchaus auch eine nützliche Funktion, da sie ein Alarmsignal ist, das
Aktivitäten zur Beseitigung einer Gefahr auslösen kann. Nach Beseitigung dieser
Bedrohung sollte auch die Angst verschwinden.
Bei der krankhaften Angst (Phobie) ist es aber so, daß die natürlichen körperlichen und
geistigen Abwehrfunktionen
wie gelähmt sind. Angst kann auch dann als Krankheit angesehen werden, wenn sie scheinbar
grundlos auftritt oder
übermäßig oder gar nicht ausgeprägt ist.
Unter der Bezeichnung Angst- und Panikstörung werden folgende unterschiedliche Formen
zusammengefaßt: (1)
generalisierte Angst, die den Betroffenen ohne äußeren Anlaß überfällt, (2) phobische
Angst, die sich als eine
zwanghafte Befürchtung zeigt, die sich angesichts bestimmter Situationen und Objekte
aufdrängt, obwohl der Patient
die Unbegründetheit dieser Angst erkennt und (3) Panik, die eine ohne sichtbaren Anlaß
entstehende intensive
Angst bezeichnet, die meist attackenartig auftritt. Im Zusammenhang mit diesen Störungen
treten sowohl seelische
als auch körperliche Beschwerden auf. Die Folgen der Erkrankung führen häufig zu einer
Beeinträchtigung des
sozialen Bereichs. Früher wurde die Angst- und Panikstörung als eine Form der Neurose
bezeichnet, inzwischen
wird der Neurosebegriff allerdings nur noch selten verwandt.
Häufigkeit
Angst ist eine der häufigsten psychischen Störungen. Bei etwa 10% der
Allgemeinbevölkerung findet sich Angst in
einem behandlungsbedürftigen Ausmaß. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer.
Selten liegt der
Erkrankungsbeginn nach dem 45. Lebensjahr. Die einzelnen Formen der Angst- und
Panikstörung unterscheiden
sich bezüglich ihrer Häufigkeit. Dabei sind die spezifischen Phobien, z.B. Höhenangst,
Angst vor geschlossenen
Räumen (Klaustophobie) am weitesten verbreitet, sie werden aber nur relativ selten
psychiatrisch behandelt.
Dahingegen tritt die Panikstörung zwar relativ selten auf, ist aber am häufigsten
behandlungsbedürftig.
Grundlagen und Ursachen
Über die Entstehung von Angst bestehen verschiedene, vielschichtige Theorien.
1. Psychoanalytische Theorien
Dieser Ansatz geht davon aus, daß die Bildung von Symptomen fast immer den Zweck hat,
konflikthafte
Bestrebungen und Einstellungen im Individuum durch einen Kompromiß miteinander zu
versöhnen und so das
psychische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Mißlingt eine solche Konfliktlösung tritt
Angst auf. Auch wird
angenommen, daß die betroffene Person in ihrer Entwicklung nicht die Fähigkeit
entwickeln konnte, mit normaler
Angst umzugehen. In konflikthaften Situationen erlebt die Person deshalb eine
Überforderung, und es können alte
kindliche Ängste in ihr aufsteigen. Auch treten besonders bei drohendem Verlust einer
nahestehenden Bezugsperson
oder sozialen Anerkennungsverlusten akute Ängste wie z.B. Trennungsangst auf. Was die
Entstehung von Phobien
angeht, so vermutet die psychoanalytische Theorie folgenden Mechanismus: Treten innerhalb
eines Individuums
Konflikte auf (z.B. verdrängte sexuelle Phantasien) werden diese durch Abwehrmechanismen
nach außen verlagert.
Bei einer Phobie hat der Betroffene dann nicht eigentlich Angst vor dem wirklichen Objekt,
auf das er phobisch
reagiert, sondern er fürchtet in Wahrheit die unbewußte Phantasie, die mit diesem Objekt
in Verbindung steht. Die
äußere steht also für eine innere Angst.
2. Lerntheoretische Erklärungen
Diese Erklärungen eignen sich insbesondere für die Beschreibung der Entstehung von
Phobien. Es wird ein
mehrstufiger Prozeß angenommen. Zunächst "erlernt" eine Person die Angst vor
einer ehemals neutralen Situation.
Am Beispiel der Flugangst erklärt bedeutet das: Eine Person, die nie Angst vor dem
Fliegen hatte, erlebt bei einem
unruhigen Flug die Angst abzustürzen. Die ehemals neutrale oder sogar als angenehm
erlebte Situation des Fliegens
ist nun mit Angst besetzt. Würde diese Person sich danach wiederholt dieser Situation
aussetzen und dabei sehen,
daß die Angst unbegründet ist, würde das Fliegen seinen bedrohlichen Charakter
verlieren. Die erworbene Angst
vor dem Fliegen hält aber die Person davon ab, sich dieser Situation erneut auszusetzen.
Auf diese Weise wird
durch die Vermeidung der angstbesetzten Situation die Angst aufrechterhalten, denn die
Vermeidung der Situation
wird durch das Ausbleiben der Angst "belohnt". Es kann auch Angst vor einer
Situation oder einem Objekt
erworben werden, mit der die Person selbst noch nie schlechte Erfahrungen gemacht hat. So
kann beispielsweise
bei einem Kind schon Angst vor einer Maus entstehen, weil es gesehen hat, mit welcher
Angst seine Mutter auf den
Anblick einer Maus reagiert hat. Durch diese Beobachtung hat es gelernt, daß eine Maus
etwas ist, wovor man
Angst haben muß.
Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Angst spielt auch die Wahrnehmung
körperlicher Symptome eine
wichtige Rolle. Verspürt eine Person Angst, stellen sich bei ihr körperliche Reaktionen
wie z.B. Herzrasen ein.
Diese Symptome werden vom Betroffenen subjektiv als Gefahr gedeutet, was dazu führt, daß
das Angstgefühl noch
verstärkt wird. Das wiederum trägt im Rahmen einer Streßreaktion zur Verstärkung der
körperlichen Symptome
bei. Es hat sich auf diese Weise ein Teufelskreis gebildet, der die stete Zunahme der
Angstsymptomatik bewirkt.
Die Lerntheorie kann auch erklären, warum es im Zusammenhang mit Panikstörungen zum
Auftreten von
Erwartungsangst kommt. Durch das eventuell wiederholte Auftreten einer Panikattacke wird
Angst vor weiteren
Attacken ausgelöst; eine Angst vor der Angst entsteht.
3. Neurobiologische Aspekte
Die oben beschriebenen Erklärungen suchen die Ursachen für Angst- und Panikstörungen in
bestimmten
Umweltbedingungen. Aber warum entwickeln nicht alle Menschen unter ähnlichen
Lernbedingungen Phobien?
Es wird davon ausgegangen, daß nicht allein schlechte Lernerfahrungen zu der Ausbildung
einer Phobie führen,
sondern daß dazu zusätzlich eine biologische Disposition bestehen muß. Ein Faktor, der
hierbei eine Rolle zu spielen
scheint, ist die Labilität oder Stabilität des autonomen Nervensystems. Das autonome
Nervensystem reguliert und
kontrolliert die Funktionen der inneren Organe, z.B. Herz und Atmung. Bei Angstpatienten
scheint es so zu sein,
daß sie über ein labiles autonomes Nervensystem verfügen, das leicht durch
verschiedenste Reize erregt werden
kann. Dies führt dazu, daß Angstsymptome besonders schnell ausgebildet werden können.
Die Labilität des
autonomen Nervensystems scheint angeboren zu sein. So zeigt sich auch, daß genetische
Faktoren an der
Entstehung von Angst- und Panikstörungen beteiligt sind. Untersuchungen haben ergeben,
daß Verwandte ersten
Grades von Angstpatienten eine höhere Erkrankungswahrscheinlichkeit haben als Verwandte
Nichtbetroffener. Es
ist allerdings nicht klar, ob diese Ergebnisse nur auf genetische Faktoren zurückgeführt
werden können, denn
Verwandte ersten Grades leben häufig auch in der gleichen Umwelt oder Sie sind bzw, waren
ähnlichen Einflüssen
ausgesetzt. Falls also Umweltfaktoren die Entstehung von Angsterkrankungen beeinflussen,
wie es z.B. die
Lerntheorie annimmt, könnte das der Grund für die höhere Erkrankungswahrscheinlichkeit
im verwandtschaftlichen
Umfeld Betroffener sein. Weitere neurobiologische Befunde zeigen, daß bei Angstpatienten
Besonderheiten
bezüglich der Aktivität bestimmter Hirnregionen und der zugehörigen Botenstoffe
vorliegen.
Symptomatik und Untertypen
Angst äußert sich sowohl auf der Ebene seelischen Erlebens, als auch durch körperliche
Symptome und
Veränderung des Verhaltens. Oft steht beim Betroffenen nicht das subjektive Erleben von
Angst im Vordergrund
der Symptomatik, sondern körperliche Beschwerden, wie Schwindel und Brustschmerzen,
aufgrund derer ein Arzt
aufgesucht ist. Aus diesem Grund werden Patienten auch häufig erst auf den Verdacht einer
Herzerkrankung o.ä.
untersucht und behandelt, bevor die körperlichen Symptome als Anzeichen einer
Angsterkrankung erkannt werden.
Man unterscheidet bei Angststörungen folgende Erscheinungsformen: Panikstörung,
generalisierte Angsterkrankung
und Phobien. Phobien lassen sich in Agoraphobie, soziale Phobien und spezifische Phobien
unterteilen.
1. Panikstörung
Bei dieser Erkrankung treten wiederholt Panikattacken auf. Unter Panikattacken versteht
man das plötzliche
Auftreten intensiver Angst, das nicht durch eine bestimmte Situation ausgelöst wird.
Innerhalb weniger Minuten
steigert sich die Angst zu einem Höhepunkt. Neben psychischen Anzeichen treten auch
ausgeprägte körperliche
Symptome wie Herzrasen, Beklemmungsgefühle, Atemnot und Zittern auf. Viele Patienten
empfinden deshalb
Todesangst. Häufig entwickelt sich eine Erwartungsangst vor der nächsten Attacke, auch
sozialer Rückzug kann
eine Folge der Panikstörung sein. Die Dauer einer Panikattacke schwankt von zwei oder
drei Minuten bis zu einigen
Stunden, in den meisten Fällen hält sie aber 10 bis 30 Minuten an. Wenn die
körperlichen Symptome einer
Panikstörung sich auf das Herz konzentrieren, spricht man von einer Herzphobie. Von
dieser Form der
Panikstörungen sind am häufigsten Männer im mittleren Lebensalter betroffen. Sie wird
vermutlich oft durch eine
Herzerkrankung im näheren Umfeld des Patienten ausgelöst.
2. Generalisierte Angststörung
Hierbei handelt es sich um langanhaltende Angst, die nicht nur auf bestimmte Situationen
oder Objekte begrenzt ist.
Der Patient kann sich nur kurzfristig von dieser Angst ablenken oder distanzieren. Es
zeigen sich folgende typische
Symptome: (1) Motorische Spannung, die durch Zittern, Muskelanspannung und Ruhelosigkeit
gekennzeichnet ist.
(2) Unkontrollierbare Übererregbarkeit, die sich durch Beklemmungsgefühle, Schwitzen,
Mundtrockenheit und
Schwindel äußert. (3) Übermäßige Wachsamkeit und erhöhte Aufmerksamkeit, die sich
durch ein Gefühl der
Anspannung, übermäßige Schreckhaftigkeit, Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten und
Reizbarkeit bemerkbar
macht.
3. Phobien
Diese Angststörung wird als eine unvernünftige, sich entgegen besserer Einsicht
zwanghaft aufdrängende Angst vor
bestimmten Gegenständen oder Situationen definiert. Es werden die folgenden
Erscheinungsformen unterschieden:
Agoraphobie:
Bei dieser Störung besteht Angst vor solchen Situationen, in denen sich der Betroffene
außerhalb seiner gewohnten
Umgebung aufhält. Typische Situationen sind der Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen
oder in Menschenmengen und
weite Entfernung von zu Hause. Der Patient fürchtet in solchen Situationen, nicht
flüchten zu können, wenn die
hilflosmachenden oder peinlichen Symptome wie Schwindel oder Verlust der Blasenkontrolle
auftreten. Infolge
dieser Befürchtungen meidet der Patient die angstauslösenden Situationen, was eine
zunehmende Einschränkung
seiner Bewegungsfreiheit zur Folge hat. Agoraphobie tritt häufig in Verbindung mit einer
Panikstörung auf.
Soziale Phobie:
Ein Patient, der unter dieser Störung leidet, hat anhaltende, starke Angst vor
Situationen, in denen er im Mittelpunkt
der Aufmerksamkeit steht. Eine typische Situation ist das Halten eines Vortrags vor
Publikum. Der Betroffene weiß,
daß die Angst unvernünftig und übertrieben ist, kann sich aber kaum dagegen wehren und
versucht deshalb, die
angstauslösenden Situationen zu vermeiden. Die soziale Phobie tritt häufig in Verbindung
mit niedrigem
Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik auf. Typische Symptome sind Erröten, Vermeidung
von Blickkontakt,
Händezittern, Übelkeit und Harndrang.
Spezifische Phobie:
Diese Störung wird durch die anhaltende Angst vor einem spezifischen Objekt oder einer
bestimmten Situation
gekennzeichnet Die häufigsten Formen sind: Angst vor Tieren, insbesondere vor Hunden,
Insekten, Schlangen oder
Mäusen, Angst vor Blut, Angst vor geschlossenen Räumen, Höhenangst, Flugangst oder
Angst vor Ansteckung.
Diese Ängste sind auch in der Normalbevölkerung weit verbreitet, sie werden erst dann
als krankhaft bezeichnet,
wenn sie den Tagesablauf, die üblichen sozialen Aktivitäten oder Beziehungen
beeinträchtigen oder erhebliches Leid
verursachen. So kann es z.B. sein, daß ein Patient aus Angst, auf der Straße einem Hund
zu begegnen, nicht mehr
allein das Haus verläßt.
Verlauf:
Die Agoraphobie verläuft häufig chronisch. Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten sind
besonders stark
ausgeprägt. Auch soziale Phobien können, wenn sie nicht behandelt werden, chronisch
werden. Schlimmstenfalls
kommt es zu einer vollständigen Isolierung des Betroffenen. Patienten die unter einer
sozialen Phobie leiden sind
besonders anfällig für Alkohol- oder Medikamentenmißbrauch. Bei spezifischen Phobien
hängt die Prognose von
dem Erkrankungsalter ab. In der Kindheit erworbene Phobien klingen meist ohne Behandlung
ab, bei späterer
Erkrankung bleibt die Phobie meist bestehen. Bei einer Panikstörungen kann es zu Phasen
kommen, in denen die
Panikattacken seltener auftreten, dann kann die Häufigkeit der Attacken aber wieder
ansteigen (bis zu mehrfach pro
Woche oder sogar täglich). Die Störung bleibt meist über Jahre in unterschiedlicher
Intensität bestehen. Häufig sind
mit dieser Störung depressive Symptome verbunden. Auch die generalisierte Angststörung
kann, ohne Behandlung,
über Jahre oder Jahrzehnte bestehen bleiben. Hier ist allerdings die Beeinträchtigung
der sozialen Anpassung und
der beruflichen Leistungsfähigkeit meist schwächer ausgeprägt als bei anderen
Angststörungen.
Therapie
Bei der Behandlung von Angststörungen hat sich eine Kombination medikamentöser und
psycho- und
soziotherapeutischer Ansätze als besonders wirkungsvoll gezeigt.
1. Entspannungsverfahren:
Da das Erleben von Angst meist mit einer hohen Anspannung verbunden ist, ist es in der
Bekämpfung der Angst
besonders effektiv, wenn der Patient lernt, sich in einen Zustand der Entspannung zu
bringen. Dazu sind folgende
Techniken geeignet: (1) Autogenes Training, bei dem der Patient lernt, bestimmte
Körperteile durch die
Vorstellungskraft willkürlich zu entspannen. (2) Progressive Muskelentspannung, die die
gezielte An- und
Entspannung einzelner Muskelgruppen umfaßt. (3) Biofeedback, in dessen Rahmen dem
Patienten Rückmeldung
darüber gegeben wird, wie stark und an welchen Körperpartien er angespannt ist.
2. Kognitive Therapie:
Der Patient soll hierbei erkennen, welche Denkabläufe, wie z.B. die Bewertung der
körperlichen Symptome als
Gefahr, zur Aufrechterhaltung seiner Angst beitragen. Diese Denkmuster sollen dann
korrigiert werden. Dabei ist
die Vermittlung von Informationen über die Störung sehr hilfreich.
3. Verhaltenstherapie:
Im Rahmen der verhaltenstherapeutischen Behandlung geht es vor allen Dingen darum, den
Patienten dazu zu
bringen, die angstauslösenden Situationen und Objekte nicht mehr zu meiden. Um dies zu
erreichen werden die
beiden Verfahren "systematische Desensibilisierung" und
"Reizkonfrontation" angewandt. Hierbei soll sich der
Patient entweder in der Realität oder auf der Vorstellungsebene der angstauslösenden
Situation aussetzen. Dabei
wird entweder schrittweise, d.h. bei der am wenigsten gefürchteten Situation beginnend,
vorgegangen, oder der
Patient setzt sich gleich der intensivsten Angstsituation aus. Ziel dieser Techniken ist,
daß der Patient durch die
Konfrontation mit der bisher gemiedenen Angstsituation merkt, daß die befürchteten
Konsequenzen ausbleiben, und
so seine Angst verliert.
4. Tiefenpsychologische Verfahren:
Diese Behandlungsmethode beruft sich auf die psychoanalytische Erklärung für
Angststörungen. Der Konflikt, der
nach dieser Erklärung der Angst zugrunde liegt, wird in der Therapie aufgedeckt und
bearbeitet. An erster Stelle
steht dabei die Verbesserung der Fähigkeit zur Angstbewältigung. Diese Therapie
erstreckt sich meist über mehrere
Jahre.
5. Soziotherapie:
Bei dieser Behandlungsmethode geht es insbesondere darum, durch Einsatz von
Gruppentherapie und stufenweiser
beruflicher Eingliederung die soziale Isolierung, unter der viele Angstpatienten leiden,
zu vermindern.
6. Pharmakologische Therapie:
Bei der medikamentösen Behandlung von Angststörungen werden am häufigsten
Beruhigungsmittel eingesetzt.
Dabei sollte bei der Dosierung darauf geachtet werden, daß die Dosis nur langsam
gesteigert und ebenso
stufenweise abgesetzt wird. Bei Langzeitbehandlung besteht das Risiko einer Abhängigkeit.
Am erfolgreichsten
wurden diese Präparate bei der Therapie von Panikstörungen eingesetzt. Wegen ihrer
beruhigenden Wirkung
werden bei der Behandlung von Angststörungen auch Antidepressiva verschrieben.
Insbesondere Patienten, die
unter phobischen Störungen leiden, werden manchmal mit Betablockern behandelt, die dazu
führen, daß psychische
und körperliche Symptome nicht mehr so eng miteinander verbunden sind. Es können
allerdings Nebenwirkungen,
wie Kopfschmerzen, Hautallergien und depressive Verstimmungen auftreten.
Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen:
DASH - Deutsche Angststörungenhilfe und Selbsthilfe
c/o MASH Münchner Angst-Selbsthilfe e.V.
Gerhard SchickBayerstraße 77 a
Rgb.D-80355 München
Telefon +49 (89) 543 80 80
Telefax +49 (89) 54 40 37 76 Mo. Do. 15-18, Mi. 11-14 Uhr
Agoraphobie e.V. - Beratungsstelle bei Angst, Panik und Phobien
Frau Hartmann, Frau Kropf, Herr Hartmann
Taunusstraße 5
D-12161 Berlin
Telefon +49 (30) 8 51 58 24
Mo. 9-14, Mi. 13-18, Do. 18-20, Fr. 9-13 Uhr
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