Suchthilfe

BINGE (vollstopfen) EATING DISSORDER – BED (Kurzfassung)

Mögliche Ursachen

Neueste Untersuchungen zeigen, dass bei ca. 40% der Übergewichtigen die Ursachen im psychischem Bereich zu suchen sind und BED
daher auch nur durch eine Psychotherapie behandelbar ist!

Befragungen von Patienten zeigten, dass negative Gefühle wie Ärger, Frust etc. Auslöser von Fressattacken sind, d.h. die Essattacken treten
häufig in Zeiten nervlicher Belastungen auf
. Durch das Essen, das allgemein mit positiven Gefühlen assoziiert wird, sollen die negativen
Gefühle kompensiert werden. Verschiedene Studien haben ergeben, dass viele Menschen mit emotionalen Schwierigkeiten unfähig sind,
Hunger von anderen unbehaglichen Gefühlen zu unterscheiden.

Therapie

Die Behandlung der Binge Eating Disorder hat recht gute Erfolgsaussichten.
Die verhaltenstherapeutische Therapie ähnelt der der Bulimie. Es werden zwei Ziele verfolgt:

  1. Normalisierung des Essverhaltens
  2. Behandlung der zugrunde liegenden seelischen Konflikte

Dahinter versteckt sich der hilflose Versuch, mit emotionalen Problemen fertig zu werden: Innere Konflikte werden über Essen
ausgelebt und das Gefühl der inneren Leere mit Essen gefüllt. Ein geringes Selbstwertgefühl, Kontrollzwang aber auch Kontrollverlust,
der Zwang zur Wiederholung und die zunehmende soziale Isolation sind die ständigen Wegbegleiter von Menschen mit Essstörungen.

Deswegen treten anschließend oft Schuld-, Schamgefühle und depressive Verstimmungen auf. Generell ist die BED häufig mit
psychischen Störungen wie Depressionen, Angstzuständen oder Persönlichkeitsstörungen verbunden.

Persönliche Ursachen
Menschen mit BED sind oftmals impulsiv, haben perfektionistische Ansprüche an sich selbst und die Strategie, den Selbstwert in
Abhängigkeit der Anerkennung durch andere zu definieren. Sie haben ein geringes Selbstwertgefühl und sind mit dem eigenen
Körper unzufrieden.
Eine tief sitzende Angst vor Auseinandersetzungen verhindert die angemessene Lösung von Problemen. BED-Patienten essen aus
emotionalen Gründen, z.B. aufgrund von Trauer, Angst, Ärger und Stress, da ihnen eine Unterscheidung von Hunger und anderen
unbehaglichen Gefühlen oft nicht möglich ist.

Lernerfahrungen
Die Ursachen der BED reichen meist bis in die frühe Kindheit zurück, wo Betroffene früh gelernt haben, Kummer mit Essen
herunterzuschlucken und sich mit Essen zu trösten.

Traumatische Erlebnisse
Hierzu zählen nicht nur physische Gewalt und sexueller Missbrauch, sondern auch emotionale Vernachlässigung in der Kindheit,
emotionale Gewalt sowie frühes, mit Hänseleien verbundenes Übergewicht.
link: http://www.bzga-essstoerungen.de/

 

button2.gif (1740 Byte)