Liebe
Kolleginnen und Kollegen!
März 03
An Schulen gibt es Suchtprobleme, auch
Lehrkräfte können süchtig und abhängig werden!
Um
aus dem oft bedrohlichen Kreislauf der Sucht herauszukommen, brauchen sie Hilfe.
Diese
Hilfe kommt zum Beispiel
· von
Kolleglnncn, die nicht länger schweigen, die wissen, was Co-Abhängigkeit ist
· vonn Vorgcsctztcn, die gemäß ihrer Fürsorgepflicht konsequent und
klar handeln
· von
Angehörigen, die erkannt haben, dass Unterstützung nötig ist
Seit
Beginn des Schuljahres 2000 bin ich Regionaler Suchthelfer (Lehrer für Lehrer)
beim MBWFK, zuständig für alle Schularten der Kreise FL SL NF,
ausgebildet von der Leitstelle ,,Sucht am Arbeitsplatz" (LSA). Ich bin selbst
Betroffener und seit 6 Jahren trocken. Aus dem Konzept des
Suchthilfesystems ergeben sich meine Aufgaben:
· Einzelfallhilfe
bis zur Wiedereingliederung am Arbeitsplatz
· Beratung
von KollegInnen, Vorgesetzten, Personalräten und Angehörigen Betroffener
· Vorgeschriebene
Mitwirkung bei Interventionen der Dienststelle
· Mitwirkung
an Initiativen für ein abgestimmtes Verhalten an den Dienststellen
· Unterstützung
bei präventiven Maßnahmen (KOSS/LSA)
Meine Aufgabe ist es nicht, Diagnosen zu
stellen, Kontrolle zu üben, zu schnüffeln und zu denunzieren, den Arm der Vorgesetzten
zu verlängern oder ihnen Verantwortung abzunehmen!
Bei der Erfüllung meiner Aufgaben unterliege ich der Schweigepflicht; alles, was Betroffene
oder ihre Angehörigen mit mir besprechen, bleibt bei mir und wird nicht an Vorgesetzte
weitergegeben.
Alle, die Hilfe oder Beratung
brauchen, sollten mit mir Kontakt aufnehmen, denn
gegen Sucht hilft Verstehen !
SUCHTHILFESYSTEM "Lehrer für Lehrer"